HL heißt hier Harmonielehre.
Harmonielehre ist die Lehre von musikalischen Harmonien, also dem Zusammenspiel verschiedener Töne zu Akkorden und deren Folgen, die in der Musik einen Gesamtklang erzeugen. Sie
untersucht, wie Akkorde aufgebaut sind (meist durch das Übereinanderlegen von Terzen) und wie sie harmonisch miteinander verbunden werden, um stimmige und musikalisch logische Klangfolgen zu
schaffen. Harmonielehre hilft zu verstehen, welche Akkordfolgen gut klingen und wie musikalische Spannungen und deren Auflösungen funktionieren.
Halbtonschritte sind der kleinste Tonabstand zwischen zwei Tönen in der westlichen Musik und spielen in der Harmonielehre eine wichtige Rolle. Sie definieren Intervalle, also Abstände zwischen
Tönen, und sind entscheidend für die Bildung von Akkorden und Tonleitern. In einer Dur-Tonleiter gibt es bestimmte Halbtonschritte, die der Musik ihre charakteristische Klangfarbe geben (3,4 und
7,8 ist hier ein Geheimnis). Halbtonschritte erzeugen musikalische Spannungen und Auflösungen, die Musik lebendig und emotional machen. Ohne Halbtonschritte wären viele musikalische Effekte, wie
melodische Wendungen oder die Erzeugung von Spannung und Dramatik, nicht möglich. Durch sie können Komponisten Konsonanz (wohlklingendes Intervall) und Dissonanz (Spannung erzeugendes,
aufzulösendes Intervall ) gestalten, was die Ausdruckskraft und Tiefe der Musik erhöht.
Zusammengefasst: Harmonielehre erklärt, wie Töne und Akkorde zusammenwirken. Die Suche nach Halbtonschritten ist wichtig, weil sie den kleinsten und grundlegendsten Abstand zwischen Tönen
markieren, der für das Verständnis von Intervallen, Harmonien und spannungsvoller Musik unverzichtbar ist.
Die Videos hier sind zu empfehlen, denke ich.
Die beiden Bezeichnungen H und B sind im Folgenden ein bisschen durcheinander notiert. Erklärvideo und Link.
Akkorde entstehen aus Tonleitern. Daher müssen wir zumindest einige Grundlagen der Struktur von Tonleitern kennen, um Akkorde und ihre Symbole zu verstehen.
Die Grundlage der gesamten westlichen Musik bildet die sogenannte chromatische Tonleiter. Dabei wird eine Oktave – also der Bereich von einem A bis zum nächsthöheren A' – in zwölf gleich große Schritte unterteilt, die man Halbtonschritte nennt. Innerhalb dieses Rahmens liegen die Töne aller Tonleitern. Unter ihnen gibt es die sogenannten Stammtöne, die als Grundtöne dienen. Es gibt sieben verschiedene Stammtöne, deren Notennamen sich von den ersten sieben Buchstaben des Alphabets ableiten: A, B, C, D, E, F und G. Danach beginnt die Folge wieder mit A'.
Zusätzlich gibt es an bestimmten Stellen Zwischentöne, die jeweils den Namen des angelehnten Stammtons und entweder ein zusätzliches Kreuz # oder ein zusätzliches b erhalten.
Zusätzliches Kreuz: A#, C#, D#, F# und G#. Sprich bitte: Ais, Cis, Dis, Fis und Gis.
Zusätzliches b: Die Zwischentöne haben alle noch alternative Namen durch das "b": Die Namen ergeben sich aus dem nachfolgenden, höheren Stammton und einem kleinen b: Bb Db Eb Gb Ab. Sprechen kannst du diese so: Be (Englisch: be-flat), Des, Es, Ges und As.
Aus diesen insgesamt zwölf Tönen setzen sich sämtliche Akkorde und Tonleitern zusammen, die wir kennen. Jedenfalls ist das richtig, wenn wir die Verhältnisse einfach und zum Beispiel auf dem Klavier betrachten. Man hat einmal für die Einfachheit das "Wohltemperierte Klavier" erfunden.
Dass die Zwischentöne sowohl Kreuze als auch Bes haben können - hängt damit zusammen, dass der Ton zwischen den meisten der Stammtöne auf zweierlei Art gesehen werden kann: Beispielsweise kann der Ton zwischen F und G als F# (erhöhtes F; Fis) oder als Gb (erniedrigtes G; Ges) angesehen werden.
Für detailliertere Informationen zu diesem Thema schlage ich dir vor, den Begriff „enharmonische Verwechslung“ in eine Suchmaschine einzugeben!
Kreuze (#) und Bes (b), die wir zur Bezeichnung der Zwischentöne verwenden, heißen auch Vorzeichen.
Die chromatische Tonleiter bildet den nötigen Hintergrund, alles Weitere zu verstehen. Sie ist wie das Alphabet der Töne, daher solltest du sie vielleicht auswendig lernen. Also etwa: A Bb B (deutsch: H) C Cis D Dis E F Fis G Gis A (Lernvorschlag).
Für die Bezeichnung von Akkorden benötigen wir darüber hinaus die Durtonleiter, die nur aus jeweils sieben der zwölf Töne besteht. Von jedem Ton der chromatischen Tonleiter aus können wir eine Durtonleiter bilden, diese weist immer folgende Struktur auf:
Bei einem Ganztonschritt gehen wir innerhalb der chromatischen Tonleiter zwei Schritte weiter, bei einem Halbtonschritt entsprechend nur einen Schritt. Nach dem siebten Ton der Tonleiter wiederholt sich dieselbe Abfolge wieder eine Oktave höher. Der achte Ton ist also wieder der Grundton, ab dem sich die Tonfolge wiederholt. Wir merken uns: Eine Durtonleiter besteht aus 5 Ganztonschritten sowie zwei Halbtonschritten. Die Dur-Halbtonschritte befinden sich immer zwischen dem dritten und vierten sowie dem siebten und achten Ton der Durtonleiter. Bei C-Dur sieht die Tonleiter so aus: C D E F G A B; dann C D usw. Bei C-Dur sind die Halbtonschritte zwischen E, F und dann zwischen B, C'. C' ist das hohe C, also derjenige Ton, der eine Oktave höher als C ist. Merke: 3,4 und 7,8.
Um die Tonleiter anschaulicher zu gestalten, kann man die Stammtöne von C-Dur bzw. a-moll auch so schreiben: A B C D E F G A. Immer gilt, dass zwei Halbtonschritte zwischen dem B und dem C - und dann zwischen dem E und dem F sind, was sich übrigens niemals ändert. Witziger Merksatz dazu: Blonde Chinesen Essen Fisch.
Mit der einfachen Formel (3,4 und 7,8, oder römisch III, IV und VII, VIII) kannst du dann auch jede beliebige Durtonleiter bilden, indem du, ausgehend vom jeweiligen Grundton, die weiteren Tonleitertöne aus der chromatischen Tonleiter abzählst:
Bsp. A-Dur:
Wir beginnen beim Grundton A, gehen einen Ganztonschritt weiter zum B, einen Ganztonschritt weiter zum C#, einen Halbtonschritt weiter zu D usw. A, B, Cis, D, E Fis, Gis, A.
Welche Töne in einer bestimmten Durtonleiter vorkommen, ist also immer durch deren Struktur bestimmt.
Zum Bilden einer F-Dur-Tonleiter beginne ich die chromatische Tonleiter beim Ton F und zähle wieder die entsprechenden Ganz- und Halbtonschritte ab. Einzig die Benennung der Zwischentöne erfolgt
in diesem Fall mit b-Zeichen - siehe Quintenzirkel.
Bsp. F-Dur: F, G, A, Be-flat, C, D, E, F.
Von jedem Ton der chromatischen Tonleiter aus kann ich eine Durtonleiter bilden. Demzufolge kennen wir zwölf verschiedene Durtonleitern.
Innerhalb einer Tonleiter werden zur Bezeichnung der Töne immer nur entweder b oder # verwendet.
C-Dur und a-moll enthalten keine Vorzeichen. So, jetzt habe ich "Moll" erwähnt. Moll kommt dazu:
Die Tonarten werden "üblicherweise" nach der Anzahl ihrer Vorzeichen sortiert:
"Runder" wird das Ganze durch den Quintenzirkel, einer häufig verwendeten Darstellung aller (aller?) Dur- und Molltonleitern. Siehe hier:
Ein Nutzen vom Quintenzirkel: Bei einem Stück mit vier Kreuzen als Vorzeichen z. B. wissen wir, dass es sich im einfachen Falle um E-Dur oder um cis-moll handeln kann.
Grundsätzlich: Die Kreuze: fis, cis, gis, dis, ais, eis. Die Bes: b, es, as, des, ges, ces.
Man kann den Quintenzirkel auch flach als "Quintentabelle" zeichnen:
An der "Quintentabelle" kannst du ablesen: G-Dur hat ein "fis". F-Dur hat ein "b". B-Dur hat zwei b's, nämlich 'b' und 'es'. Und so weiter.
Was du am runden Quintenzirkel noch ablesen kannst: Das Klavier ist "temperiert". Die Tonart F#-Dur (Fis-Dur) z. B. ist in unserer wohltemperierten Stimmung identisch mit Gb-Dur (Ges-Dur). Darum kann man behaupten, dass alle Tonarten irgendwie im Quintenzirkel vorkommen, zumindest theoretisch.
Noch einmal zur Moll-Tonleiter: Das "Bildungsgesetz" lautet so: Eine Molltonleiter besteht wie Dur aus Ganztonschritten sowie zwei Halbtonschritten. Die Halbtonschritte bei allen Molltonleitern befinden sich immer zwischen dem zweiten und dritten Ton sowie dem fünften und sechsten Ton. II III, V VI. Stammton-Beispiel: Bei a-moll sind die Halbtonschritte zwischen B, C und dann zwischen E, F. Wieder der Satz: Blonde Chinesen Essen Fisch.
Was hat das alles mit Akkorden, unserem eigentlichen Thema, zu tun?
Akkorde erhalten wir, indem wir Töne einer Tonleiter übereinander schichten. Hierzu überspringen wir immer einen Ton (oder 2 Töne), wir denken uns die Tonleiter also in mehreren Terzen (C E G). Der vom Aufbau einfachste Akkord ist der Dreiklang, er besteht aus drei verschiedenen Tönen, in unserem Beispiel dem ersten, dritten und fünften Ton der C-Dur-Tonleiter.
Dieser Durdreiklang - hier C-Dur - wird oft nur mit einem Großbuchstaben, seinem Grundton, bezeichnet: C-Dur. Oder ganz kurz: C. Ein Molldreiklang wird entsprechend gerne mit einem Kleinbuchstaben aufgeschrieben: a. Du findest auch: Am.
Es gibt nicht nur einfache, harmonische Akkorde, sondern auch solche Akkorde mit Zusatztönen.
Für solche Zusatztöne benötigen wir meist Bezeichnungen mit Zahlen oder noch Buchstaben dazu, Töne, die von der Tonleiterdarstellung vom Grundtton ausgehend in Terzen abgeleitet sind. Beispiele mit C:
C7: Der Akkord C7 hat die einzelnen Töne: C E G Bb. C-Dur ist einfach: C E G C'. Bei C7 fällt der einzelne Ton C' (die Oktav) weg, weil du auf der Gitarre statt C' das Bb spielst.
Wir schreiben "Cmaj7", wenn es sich um C-Dur handelt, wenn die große Septim (maj7 oder 7+) hinzukommt und die Oktav oben (C') wegfällt, ähnlich wie oben. Bei der Bezeichnung der siebten Stufe ist es hierbei wichtig, der 7 das „maj“-Symbol beizufügen. Die 7 alleine bezeichnet im Akkordsymbol immer die kleine Septim, der Abstand vom ersten zum siebten Ton der Durtonleiter beträgt hier jedoch eine große Septim.
Übrigens: Der Akkord C7 (mit kleiner Septim) ist eine harmonische Überleitung zu F-Dur. Zu C7 sagt man "Dominant-Septim-Akkord" zu F. Spiel ihn auf deiner Gitarre!
Hier die wichtigsten Drei- und Vierklang-Typen mit Grundton C (C-Dur- und c-moll-basiert):
Jeder dieser Akkordtypen kann von jedem beliebigen Grundton aus gebildet werden. Rechne bitte selber aus!
Wie übertragen wir nun diese mehr oder minder komplizierten Akkorde auf die Gitarre?
Noch ein Thema ist interessant: Akkordfolgen. Siehe auf dieser Website hier.
Siehe den Kasten hier:
Leider ist diese Bildqualität schlecht. Tut mir leid.
Die Ästhetik der Sinus-Schwingung, insbesondere in der Musik, ist eng mit ihrer harmonischen, glatten und regelmäßigen Form verbunden, die als grundlegend und angenehm empfunden wird. Eine Sinusschwingung ist die einfachste Form einer harmonischen Schwingung, mathematisch durch eine Sinusfunktion beschrieben, mit einer klaren Periodizität und ohne abrupten Übergänge. Dadurch wirkt sie auf das menschliche Ohr besonders rein und angenehm. In der Musik bildet der Sinuston den Grundbaustein aller Klangereignisse, da komplexe Klänge als Summe unterschiedlichster Sinustöne (Grundton und Obertöne) aufgefasst werden können.
Sinusschwingungen verlaufen glatt und kontinuierlich zwischen -1 und +1, was visuell und akustisch als harmonisch empfunden wird.
Die Einfachheit und Regelmäßigkeit der Sinuswelle ist Grundlage für wohlklingende Töne, da sie frei von Oberwellen oder Verzerrungen ist, die andere Wellenformen wie Rechteck- oder Sägezahnwellen prägen.
Sinustöne klingen "rein" und werden daher als angenehm, klar und entspannend wahrgenommen.
Jeder Musikinstrumentenklang kann als Summe vieler Sinusschwingungen unterschiedlicher Frequenzen und Amplituden verstanden werden (Fourier-Analyse).
Ein reines Sinussignal entspricht einem einzelnen, klaren Ton ohne Obertöne, während Musik aus der komplexen Überlagerung vieler solcher Sinustöne besteht.
Sinustöne sind daher in der akustischen Forschung und Musikproduktion ein wichtiges Werkzeug zur Analyse und Synthese von Klängen.
Die ästhetische Wahrnehmung von Sinustönen ist oft mit Klarheit, Reinheit und Einfachheit verbunden, was eine beruhigende Wirkung haben kann.
Studien zeigen, dass verschiedene Wellenformen (Sinus, Rechteck, Sägezahn) unterschiedlich wahrgenommen werden, wobei der Sinuston häufig als angenehmster Klang empfunden wird.
Die harmonische Schwingung erzeugt glatte Klangfarben, die weniger kratzig oder scharf klingen als andere Wellenformen.
Visuell und theoretisch symbolisiert die Sinusschwingung eine perfekte mathematisch-geometrische Harmonie, die sowohl in Wissenschaft als auch Kunst geschätzt wird.
Zusammenfassend ist die Ästhetik der Sinus-Schwingung in der Musik durch ihre mathematische Einfachheit, klangliche Reinheit und harmonische Struktur geprägt, die eine besondere ästhetische Anziehungskraft auf den Menschen ausübt und die Grundlage für komplexe musikalische Klänge bildet.
Die Sinuskurve ist ästhetisch und schön. Eine "Addition" von Sinus-Schwingungen entsteht, wenn
da sind. Wenige Obertöne sind es bei einem Flötenton, während beim Geigenton schon mehrere da sind. Viele Obertöne gibt es bei einem Trompetenton. Übrigens sind die klassischen Obertöne fast immer "Konsonanzen", also "wohlklingende Intervalle". Oktav, Quint darüber usw.
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